WMC & WPC (Weltmeisterschaft) in Ungarn, 2014

17.08.2014

Um kurz nach 23 Uhr am Samstagabend versammelten sich die verbliebenen Piloten unter klarem Sternenhimmel und bei kühlen Temperaturen vor dem Hangar. Via Internet wurde die Siegerehrung angekündigt - unglaubliche 13 Stunden nach dem offiziell angesetzten Termin. Overall-Ergebnisse hingen immer noch nicht aus und so wurde es spannend, wer denn nun ganz oben sein wird. Die zehn best platzierten Piloten je Klasse wurden einzeln aufgerufen, erhielten eine Urkunde sowie die Plätze 1-3 zusätzlich eine Medaille und eine Weinflasche. Es war beeindruckend zu sehen, dass so mancher Pilot seine Urkunde für den 5. oder 10. Platz voll Freude entgegen nahm, während einige Sieger bereits auf dem Heimweg waren und deren Medaillen nach einem kurzen "um-den-Arm-hängen" wieder in den Kartons verschwanden anstatt stolz von den Siegern hochgehalten zu werden. Kürzer als eine Minute erklangen die Worte, die diese Paramotor-Meisterschaft offiziell schlossen. Ich hätte mir für die gezeigten Leistungen der Paramotor-Piloten einen feierlicheren und versöhnlicheren Abschluss gewünscht.


 


 

Das deutsche Paramotor-Team erreichte folgende Plätze:

PF1 - Armin Appel - Platz 19, Udo Hülscher - Platz 35, Michael Sekler - Platz 43 von 60

PL1 - Richard Krüger-Sprengel - Platz 18 von 19

PL2 - Jens Hicken/Frank Birken - Platz 6 von 15

Gratulation an Euch alle, Jungs. War ne tolle Zeit mit Euch in Ungarn.

 

16.08.2014

Für 10:00 h ist die Siegerehrung angesetzt. Die Liste der Complaints bei Paramotor wird indessen immer länger. Der Termin verstreicht und es gibt keinerlei offizielle Informationen, wann nun die Siegerehrung sein wird. Jury und Auswerteteam arbeiten unter Hochdruck ihre Aufgaben ab. Vor den Info-Boards bilden sich Menschentrauben, Aushänge werden aktualisiert und trotzdem sind diese teilweise fehlerbehaftet. Der Mittag verstreicht, es gibt ein Buffet und eine kleine Airshow mit den Dreiachsern vom Eröffnungstag. Für Microlight hängen am Nachmittag die Overall-Ergebnisse aus und die Sieger stehen fest. Um 17 h versammeln sich die Nationen vor dem Hangar und um 18 Uhr wird die Siegerehrung für Microlight durchgeführt. Während die Microlight-Piloten strahlend ihre Medaillen und Urkunden entgegen nehmen und für Fotos posieren, sickert durch, dass die Feier für Paramotor nicht vor 20 h stattfinden soll. Viele reisen daraufhin ab. Manche harren bei sternenklarem Himmel vor dem Hangar und im Restaurant aus, in der Hoffnung, heute noch eine offizielle Wertung zu erhalten. Overall-Ergebnisse und Infos zum Zeitplan für die Paramotor-Teams gibt es auch jetzt um 22:15 h noch nicht.

Das deutsche Microlight-Team hat folgende Plätze erreicht: 

WL2 - Wyklicky/Harsch - Platz 10 von 20

AL2 - Rieger/Rieger - Platz 18 von 22

GL2 - Lehner/Lehner - Platz 7 von 7

AL1 - Uli Nübling - keine Klassenwertung

Paramotor - Plätze folgen, sobald Wertung offiziell aushängt

Gratulation dem deutschen Team und allen einen guten Heimflug bzw. eine gute Heimreise.

 

15.08.2014

Heute heisst es für die Paramotor-Piloten wieder Wendepunkte sammeln. Hierbei zählen neben den meisten gesammelten Waypoints auch die Zeiteinhaltung von 75 Minuten. Bereits eine Sekunde Verspätung bringt 50% Penalty ein. Der Final Point ist angeblich sehr schwierig zu finden und ca. 20% der Piloten fliegen einen sehr ähnlichen Punkt an, der ca. 600 m neben dem FP liegt. Danach kursieren Gerüchte, dass der Wettkampfleiter wohl beide Final Points gelten lässt, was später aber so nicht umgesetzt wird. Angehängt an diese Navigationsaufgabe ist noch eine Ziellandung bei der Kegel gekickt werden müssen, ohne den Boden zu berühren. Microlight schließt mit der Aufgabe Short-Short am Nachmittag die Meisterschaft ab und bietet damit noch eine interessante Aufgabe zum Zuschauen. Hier das deutsche WL2-Team, dass den Start übers Hindernisband gut meistert


 


 

 

14.08.2014 

Während aufgrund der Wettervorhersage für Paramotor heute keine Aufgabe angesetzt ist, fliegen die Microlights eine weitere Abfolge von spannenden und anspruchsvollen Aufgaben. 2 Navigationsaufgaben mit Bilder- und Markersuche inkl. einer Touch-and-Go-Aufgabe auf einem anderen Flugplatz. Gegen Nachmittag zieht ein Gewitter durch und bringt herrliche Abkühlung. Der Temperaturabfall von gestern 34 Grad auf heute 18 Grad ist allerdings ziemlich extrem. Am Abend werden für Paramotor zwei weitere Aufgaben für den Freitag gebrieft. Navigation mit Ziellandung. Für morgen früh sind zudem Doping-Kontrollen für beide Wettbewerbe angekündigt. Die Auswertungen für Microlights kommen voran, während die Auswertungen für die Paramotor-Piloten gar nicht bzw. fehlerhaft vorhanden sind. Dennoch ist das Board reichlich mit Blättern behangen. Heute früh konnten die Piloten aber schon mal ihre geflogenen Tracks abrufen.


 

13.08.2014

Für Paramotor ist heute ab 06:30 h die Präzisionsaufgabe "Fast/Slow" gesetzt. Durch die hohe Zahl der Wettbewerbspiloten - an die 130 Piloten - zieht sich diese Aufgabe bis in den späten Vormittag. Die Marschalls sind mittlerweile sehr gut eingespielt, sind zahlreich und pünktlich bei den Aufgaben vor Ort und sind durchwegs alle sehr nett und freundlich. Kompliment für diese Unterstützung. Microlight geht heute auf Turnpointjagd. Quarantäne beginnt um 12:00 h. Abenteuerlich bleibt weiterhin die Anfahrt zum Flugplatz. Die buckelige Zufahrtsstraße wird seit Tagen ausgebessert und so gibt es jeden Tag eine andere Umleitung. Wir sind zuversichtlich, dass bis zur Abreise die Ausbesserungsarbeiten abgeschlossen sind.


 12.08.2014

Paramotor wiederholt heute die Aufgabe 'Japanese Slalom' nochmals in allen Klassen, da es wie berichtet Probleme bei der Zeitnahme gab. So mancher PF1-Pilot flog den Parcours heute also zum dritten Mal. Für Nachmittag ist eine Navigationsaufgabe angesetzt, mit Planung in der Quarantäne. Geflogen wird ein vorgegebener Kurs mit eigener Zeitplanung. Mircrolight startet in eine Economy-Aufgabe. Ansonsten ist es hier mit 34 Grad sehr heiß und drückend. Die Quarantäne bei den Microlight-Piloten sowie die Wartezeit im Startfeld der Paramotor-Piloten wird unter der stechenden Sonne zur körperlichen Herausforderung. Stromschwankungen begleiten uns im Camp immer wieder und das Internet ist häufig überlastet. Am Abend sind Alle zu einer "Maiskolben-Party" eingeladen.


 


 

11.08.2014

Heute erfüllte bereits um 6 Uhr das Brummen der Motorschirm-Piloten die Luft, es ging auf Turn- und Waypoint-Jagd. Ein früher Start in diese Aufgabe ermöglichte ein entspanntes Handling der anschließenden Mircolight-Aufgabe. Jetzt am Abend kreisen die bunten Schirme bei einer Economy-Aufgabe am Himmel. Bei der Zeitnahme zum Task 'Japanese Slalom' unterlief ein Fehler, denn es wurden nur die ganzen Sekunden ohne Zehntel notiert. Nach einer Teamleader-Abstimmung wird diese Aufgabe gecancelt. 


 

10.08.2014

Heute konnten die Microlight-Klassen insgesamt 2 Aufgaben und 2 Ziellandungen fliegen, wobei eine Ziellandung inkl. neuer Vorbereitungszeit auf einem anderen Flugplatz war. Somit waren die Microlight-Piloten nahezu den ganzen Tag unterwegs. Paramotor startete etwas verspätet in den Japanese Slalom, der dann jedoch abgebrochen wurde. Die Klasse PF1 wiederholte die Aufgabe ab 17 Uhr. Unser AL1-Pilot Uli hatte aufgrund eines technischen Defekts eine Außenlandung und nachdem das Problem hier vor Ort nicht gelöst werden sowie seine Klasse den Meistertitel aufgrund zu geringer Teilnehmer nicht ausfliegen kann, wird er bereits morgen Richtung Deutschland abreisen. Unsere PL2-Piloten Jens und Frank arbeiten hingegen unermüdlich von früh bis spät, um das technische Problem an ihrem Motorschirm-Trike zu beheben - auch mit Hilfe der französischen Rotax-Kollegen. Ein Ersatzteil aus Deutschland ist bereits auf dem Postweg hierher unterwegs.

 

09.08.2014

Bereits vor der heutigen Eröffnungsfeier mussten die Paramotor-Piloten eine begrenzte Spritmenge abwiegen und im 4-Augen-Prinzip überprüfen. Das deutsche Team prüfte sich gegenseitig mit dem spanischen Team. Um 10:00 h startete dann die gemeinsame Eröffnungsfeier, die mit knapp 10 Minuten wohl eine der kürzesten in der WMC-/WPC-Geschichte ist. Statt dem Einzug der Nationen gab es eine Aufstellung vor dem Hangar und es folgten die Eröffnungsworte durch die Offiziellen. Danach gab es eine kleine aber wirklich feine Airshow mit 3 Dreiachsern vom Hersteller Apollo und einem kleinen "Luftballett" - geflogen mit einem selbstgebauten UL-Helicoptor. Anschließend wurde in einem Zelt ein Buffett gereicht und es folgte jeweils die erste Aufgabe des Wettkampfes. Dazu mehr unter Wettbewerbe.


 

07. und 08.08.2014

Seit 2 Tagen gibt es massive Probleme beim Internetzugang hier im Camp, deshalb auch heute erst der Blog. Die Organisation ist aber weiterhin bemüht, diese schnellstmöglich zu lösen. Wenn man allerdings bedenkt, wie groß das Camp bereits ist, dann ist es auch verständlich, dass nicht alles reibungslos und unbegrenzt zur Verfügung steht. Und auch heute ist das Camp weiter gewachsen. In den Microlight-Klassen gehen ca. 40 Teams an den Start, in den Paramotor-Klassen insgesamt 128 Piloten. Heute flogen Paramotor sowie Microlight jeweils eine Test Task, vor allem um zu prüfen, ob die Organisation gut abläuft und dass die Marshalls sich einspielen können. Am Abend traf sich das deutsche Team zum gemeinsamen und gemütlichen Grillen.
 

 

06.08.2014

Gestern Abend schlug das Wetter schlagartig um, eine Gewitterfront näherte sich sehr schnell und über knapp 2 Stunden zuckten die Blitze und grollte der Donner übers Camp. Der Himmel bot ein herrliches Wetterspiel mit Sonnenuntergang und blauem Himmel auf der Westseite und dunklem Himmel mit Regenbogen auf der Ostseite. Kurz nach Mittag ist es jetzt schwül, der Himmel bedeckt und die nächsten Gewitter sind bereits auf dem Regenradar sichtbar.

 

 

05.08.2014

Es herrscht reges Treiben beim Camp-Aufbau, nachdem heute Nacht weitere Teilnehmer angereist sind. Andere beginnen bereits ihre Fluggeräte zu testen und erste Umbauten vorzunehmen. Hier noch ein Stimmungsbild von gestern Abend.


 

04.08.2014

Heute Nacht zog ein heftiges Gewitter mit Starkregen über die Region und den Flugplatz. Das Wetter hat wohl auch unser neues Team-Mitglied angespült. Seit heute Früh sitzt eine Gottesanbeterin im Camp. 


 


 


 

Auch der Vormittag war mit Regen durchwachsen und so wurde aus der Sandbuckelpiste von gestern nun eine Schlammpiste. 

 


 

03.08.2014

Wir als erster kleiner Teil vom deutschen Team sind heute gut in Ungarn im WM-Camp angekommen. Bereits aus weiteren 7 Nationen (Ukraine, Polen, Frankreich, England, Japan, Österreich, Spanien) sind die ersten Piloten eingetroffen und haben ihre Team-Parzellen bezogen (unsere Nachbarn sind das französische und das polnische Team). Vor allem die Motorschirm-Piloten zeigten im warmen Abendlicht coole Flugkunststücke in der jetzt ruhigen Luft. Der Platz mit abgemähtem Gras ist herrlich weitläufig und von der Straße aus gut angeschrieben. Die letzten ca. 2 km der Anfahrt sind allerdings eine etwas abenteuerliche Sandbuckelpiste - wer also noch dringend was braucht, gleich einkaufen oder mitbringen ;-). Langsam versinkt die Sonne über der Puszta und es kühlt von schwülen 30 Grad ab - laut Vorhersage wohl auf angenehme 19 Grad.



 

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