WMC & WPC (Weltmeisterschaft) in Popham, 2016

Samstag, 27.08.2016

Alle Ergebnisse sind raus. Paramotor ist tatsächlich mal schneller und die Siegerehrung zwei Stunden früher als unsere. Die Medaillen werden unter dem Jubel der Teams überreicht. Bei den Paramotor-Meisterschaften dominieren ganz klar die Franzosen. Bei den Microlights sind dieses Mal auch ein paar Durchmischungen in den ersten Rängen zu erkennen. Unser Team Wyklicky/Harsch holt in einer starken RWL2-Klasse einen ausgezeichneten 6. Platz. Auch die anderen deutschen Teilnehmer, die dieses Mal das erste Mal auf einer internationalen Meisterschaft dabei sind, holen gute Platzierungen nach Hause. Respekt gilt allen Teilnehmern, egal welcher Nation und welcher Klasse. Kompliment dem Microlight Wettbewerbsleiter Rob Grimwood und dem Event Manager Rob Hughes sowie allen Marschalls, die durch ihren unermüdlichen Einsatz solch eine hochwertige Meisterschaft möglich gemacht haben. Hier ein Bild der Siegerehrung Klasse RWL2 T mit unserem Team Wyklicky/Harsch.





















Samstag, 27.08.2016

Heute früh gibt es Ergebnisse zu den letzten beiden Aufgaben. Jetzt gehen die Berechnungen innerhalb der Teams los und complaints und Proteste können eingereicht werden. Nach Tagen herrlichem Sonnenschein ist der Himmel heute mit Regenwolken durchzogen. Für 11:00 h ist die Abschlussfeier und Medaillenausgabe für Paramotor angekündigt. Wir sollen etwas später kommen. Flugverbot bis 14:30 h, da in ca 4 km die Red Arrows ein Display fliegen und der Flugraum dafür gesperrt ist. Wir versuchen, einen Blick auf die legendäre Flugstaffel zu erhaschen. Klappt tatsächlich :-).


Freitag, 26.08.2016

Wieder ein Tag mit herrlichem Sonnenschein, den dieses Mal beide Klassen zum Fliegen nutzen. Auch die Paramotor-Piloten sind vormittags und nachmittags in der Luft. Sozusagen ein Traumtag. Mit den heutigen Aufgaben ist die Meisterschaft beendet. Jetzt kann man noch etwas relaxen. Es heißt warten auf Ergebnisse, dann gibt es sicherlich complaints der verschiedenen Teams. Wird sicher noch eine spannende Nacht. Ab 20 Uhr findet jedenfalls die Abschlussparty statt.


Donnerstag, 25.08.2016

Der heutige Donnerstag ist für das deutsche Team nicht wirklich prickelnd. Zwei Teams können am Ende des Tages nicht mehr an den Start, da eine Reparatur ihres Fliegers bzw. Trikes vor Ort nicht möglich ist. Dennoch kämpfen wir weiter.

 

Mittwoch, 24.08.2016

Heute herrscht bestes Wetter und wenig Wind. Leider können das die Paramotor nicht nutzen. Sie haben erst um 10:00 h Briefing und verschenken somit das gute Wetter am Morgen. Die Microlights sind heute den ganzen Tag beschäftigt. Ab 9 Uhr geht es los in 2 hintereinander folgende Navigationsaufgaben. Die erste führt auf die Isle of Wight südlich von Southampton. Die andere wieder zurück. Die Sonne brennt den ganzen Tag vom Himmel. Gegen Abend kommt ein kleiner Regenschauer durch, dessen Abkühlung willkommen ist.


Dienstag, 23.08.2016

Heute Nacht schoben sich die Wolken vom Himmel und man konnte das erste Mal einen herrlichen Sternenhimmel betrachten. Der Morgen begann nebelig, aber bald brach die Sonne durch und strahlte den ganzen Tag vom Himmel. Leider blies der Wind heute wieder ziemlich stark und so waren gerade die Start- und Landephasen extremst anspruchsvoll. Von 6 Uhr früh bis um 20:30 h gab es Flugbewegungen und immer was zu tun. Unser einsitziger Dreiachser konnte mit Hilfe des gesamten deutschen Teams (Paramotor und Microlight) wieder repariert werden und geht morgen an den Start. Danke Jungs, super gemacht.


Eines unserer PL2-Teams beim Start...die Windverhältnisse waren oft schwierig.

 

Montag, 22.08.2016

Heute Vormittag gingen die Microlights mit einer Spritaufgabe an den Start. Der Wind war immer noch sehr böig. Der Abend gehörte den Paramotor-Piloten, die ihre bunten Schirme am Himmel tanzen ließen. Und es gab tagsüber keinen Regen. Unser Camp liegt zwischen den Nationen Qatar und Spanien und hinter uns schlafen 1-2 Marshals im Auto.


Sonntag, 21.08.2016

Wieder Regen. Wieder sehr böiger Wind. Macht zur Zeit keinen Spass, sich draußen aufzuhalten. Alle warten auf schönes Wetter und die erste Wettkampfaufgabe. Es sind einige Besucher am Platz, die ganz interessiert die hier festgezurrten Flugzeuge fotografieren. Am Nachmittag startet dann endlich die erste Aufgabe. Aber als erneuter Regen einsetzt, wird die Aufgabe abgebrochen. Morgen soll es endlich etwas besser werden.  


Regen kann man auch auf die feine englische Art ertragen.

 

 Samstag, 20.08.2016

Um 11:00 h war Treffen im großen Rotax-Zelt zur Eröffnung der Weltmeisterschaften für Microlight und Paramotor. Die erste Stunde konnten sich die Teams finden, offizielle Fotos machen lassen und es gab einige Interviews mit Piloten und Teamchefs. Zwischendurch sind immer wieder Piloten zurück in ihre Camps, um ihre Zelte vor dem starken Wind zu sichern. Der Nachmittag konnte frei gestaltet werden. Es regnet und stürmt weiter.


Hier das deutsche Microlight und Paramotor-Team bei der Eröffnungsfeier.

 

Freitag, 19.08.2016

Regen. Regen. Regen. Und das Wetterradar zeigt, dass nach der Kaltfront noch eine Warmfront nachschiebt, die uns dann gegen heute Nacht oder morgen Früh einen heftigen Sturm beschert. Der Tag verläuft ansonsten relativ ruhig. Es finden weitere Vorbereitungen zum Wettkampf statt sowie Registrierung und Wiegen der Maschinen. Abends essen wir im großen Rotax-Zelt, wo 2 Frauen die Piloten den ganzen Tag über mit englischem Frühstück, mittags Suppe sowie abends mit Nudeln und Thaicurry bekochen. 


Donnerstag, 18.08.2016

In den frühen Morgenstunden regnete es, obwohl die Wetterprognosen heute noch einen schönen Tag vorher gesagt hatten. Es kommen noch Teilnehmer aus Thailand und Polen an. Das Camp füllt sich. Der Tag verläuft relativ ruhig. Es gibt Testaufgaben, an denen die Piloten freiwillig teilnehmen können. Wir nutzen den Tag und fahren einkaufen.


Mittwoch, 17.08.2016

Heute ein erster kleiner Rundgang durchs Camp. Wir haben hier ein großes Mannschaftszelt und in der deutschen „Parzelle“ wirklich ausreichend Platz. So locker wie dieses Mal konnten wir uns noch nie aufstellen. Die Duschen sind mit Holz eingefasst, Handtuchhalter und Seidenspender vom feinsten. Noch :-). Jede Kabine ist absperrbar. Es gibt ausreichend Steckdosen pro Nation und Frischwasser. Was gestrichen wurde ist das WLAN. Die deutschen Microlight-Piloten nutzten den freien Tag heute für einen Flug auf die Isle of Wight, südlich vor Southhampton. Und ich kann heute endlich mal bloggen.

 

 

Hier der Blick aufs Camp, welches aber sicher noch weiter wachsen wird.

 

Dienstag, 16.08.2016

Die Bodencrew fährt um 8:15 h los, während die Piloten/Co-Piloten noch in Ruhe frühstücken und erst gegen 9 Uhr abheben. Vor uns liegen 560 Straßenkilometer sowie 1,5 Stunden Fahrt mit der Fähre. Vor den Piloten liegen ein traumhafter Flug durch die Ardennen, ein kleiner Abstecher 40 km entlang der französischen Küste, dann ein ruhiges über den Kanal "gleiten" und ein weiterer Tank- und Raststopp in Headcorn, England. Ganz klar, dass die Piloten weit vor der Bodencrew das Nationencamp in Popham erreichen. Der englische Himmel dämmert bereits, als wir noch am Tor registriert werden und dann nach 12 Stunden Fahrt endlich unsere Beinchen vertreten können.


Montag, 15.08.2016

Ab 8 Uhr läuft das Telefon heiß. Es gibt Telefonate mit dem Hersteller, dessen Techniker sowie den BMW-Motorrad-Werkstätten in Trier und Aachen. Verdacht besteht auf defekte Zündspule (was wohl bisher sehr selten vorkam), defekten Hallgeber oder Steuergerät. Das letztere würde wohl dazu führen, dass die Weltmeisterschaft für uns hier zu Ende wäre. Gegen 9 h geht es mit dem Trike auf dem Trailer nach Deutschland. Der Händler in Aachen bestellt per Express die Zündspule. Der Händler in Trier hat den Hallgeber vorrätig, welcher dann per Flieger von einem unserer „mit gegroundeten“ Piloten abgeholt werden könnte. Für Bodencrew und Mitreisende heißt es erstmal leider nur passiv zu warten. Gegen Mittag ist das Trike dann in Aachen und es kommt der Anruf, dass das Ersatzteil frühzeitig eingetroffen ist. Gleich vom Techniker eingebaut. Motorzündung an. Erster Startversuch. Der Motor läuft. Yeah!! Dann noch Technikcheck und Fehlerspeicher auslesen. Wir sind wirklich alle erleichtert, denn somit kann es morgen mit einem technisch einwandfreien Trike über den Kanal gehen. Alle machen sich gleich auf, ihre Maschinen vollzutanken. Der Müßiggang hat ein Ende. Hier ein herrlicher Sonnenaufgang am Flugplatz...na, man konnte es hier schon auch aushalten.

 

 

Sonntag, 14.08.2016

Stimmung ist heute nicht so gut. Ist ja auch blöd, wenn der Flieger weg ist und man doch genügend Zeit hätte, um so einiges auszutesten und vielleicht selbst reparieren zu können. Immerhin hat man dann aber reichlich Zeit, einen guten Schlachtplan auszuhecken. Ein Blick auf die Visitenkarte des Transporteurs von gestern Abend verursacht mir ein echtes Stirnrunzeln und ein leichtes Beklemmen stellt sich ein. Da prangt doch eine autofressende Riesen-Wildsau auf der Karte und darunter der Text „Centre de recyclage“. Und ich frage mich ernsthaft, ob ich mich mit meinen Französischkenntnissen nicht total überschätzt habe. Ok, keine Panik. Man hat immer noch einen Trumpf in der Hand. Mit Hilfe des fließenden Französisch von meiner Freundin Doris, deren Charme den Transporteur in die Knie zwingt, bekommen wir das Trike dann sogar am Sonntagabend gegen 21:00 h wieder zum Flugplatz geliefert. Zwar nicht repariert, aber wir verlieren nicht noch einen weiteren Tag. Der Transporteur will bei der Anlieferung nur noch mit Doris telefonieren. Herrlich. Der zweite entscheidende Baustein ist, dass uns ansässige Franzosen völlig bedenkenlos und kostenfrei ihren Trailer leihen. Sie rufen noch nach 22 Uhr an und geben uns sogar in sehr gutem Deutsch die Freigabe, dass wir den Trailer jederzeit benutzen dürfen. Das angebrachte Schloss soll uns nicht abhalten. Diese Großzügigkeit ist definitiv nicht selbstverständlich. Wir hinterlegen ein herzliches Dankeschön für dieses wirklich nicht selbstverständliche Vertrauen.


 

Samstag, 13.08.2016

Heute geht es los. Abfahrt Richtung England mit erstem Etappenziel Lens. Gegen Spätnachmittag kommt der Anruf, dass wir einen technischen Defekt am Eagle Trike haben. Ganz klar, dass die Bodencrew von der ursprünglich geplanten Route abweicht und von Charleroi in Belgien zum Flugplatz fährt, an dem die ganze Truppe nun „gegroundet“ ist. Es geht ca. 120 km zurück ins französische Charleville-Mezierfs zum Aerodrome des Ardennes. Das Trike wird abgeschleppt und soll in der BMW-Werkstatt repariert werden. Tja, da ahnten wir noch nicht, dass Frankreich am Montag auch einen Feiertag hat und mindestens 2 Tage jetzt erst mal nix repariert wird.

 

 

 

 

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