Europameisterschaft vom 12.-20.08.2017 in Nagykanizsa, Ungarn


Samstag, 19.08.2017

Nach einer langen Partynacht mit Live-Musik und Tanz findet heute um 12:30 h die Siegerehrung statt. Mit nur 30 Minuten Verspätung. Das ist perfektes Timing und bestätigt die in der ganzen Woche gezeigte, wirklich hervorragende Arbeit des Wettbewerb Directors Vince Ferinc, seinem Team und seiner Marschalls. Noch in der Nacht und auch am frühen Morgen werden die Proteste bearbeitet und verschieben kurzfristig das Ranking in der Doppelsitzer-Dreiachs-Klasse. Erst kurz vor der Siegerehrung ist klar, wer in dieser Klasse ganz oben steht. Wir haben in der gestrigen Thermikaufgabe gut punkten können und erreichen in unserer Klasse den 8. Platz. Sicherlich grummeln wir etwas über die in zwei Aufgaben verlorenen Punkte, dennoch freuen wir uns sehr über das gute Ergebnis. Der Radetzky-marsch erklingt als sich die elf teilnehmenden Nationen hintereinander vor dem Hangar aufreihen. Die einzelnen Klassen werden aufgerufen und erhalten Ihre Medaillen. Die Hymnen erklingen während die Nationen den Siegern die Ehre erweisen und ihre Kappen abnehmen. Der Wind frischt auf und die Flaggen wehen schön im Wind. Es folgen noch die Teamwertungen und die Abschlussworte...the european championship is declared closed....Zum Abschluss wird die FAI Hymne gespielt und der Wettbewerbsdirektor spricht zu allen Piloten, bedankt sich und wünscht eine gute Heimreise. Auch wir sagen Danke an alle hier, die uns freundlich empfangen haben und die hier vor Ort eine tolle Meisterschaft für uns ausgerichtet haben. 


 

 

 

 


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Freitag, 18.08.2017

Mit der heutigen Thermikaufgabe schließt der Wettbewerb ab. Um 10 Uhr werden die leer getankten und in der Quarantäne fest verzurrten Flieger unter Aufsicht von Marschalls mit der begrenzten Spritmenge aufgetankt. Nach dem Sturm am letzten Donnerstag gibt es 20% Penalty für alle Flieger, die in der Quarantäne nicht fest verankert sind. Das gab es so auch noch nie. Die Thermikaufgabe führt zu einem 5 km entfernten Startpunkt. Von dort bis zum Turnpoint 1 und dann weiter zum Turnpoint 2. Die Strecke ist genau 39,911 km lang und muss in einer vor Abflug deklarierten Speed abgeflogen werden. Vor dem Start muss der Pilot genau angeben, zu welcher Zeit er am TP2 ist und zwar auf die Sekunde genau. Es gibt 0 Sekunden Toleranz, so dass jede Sekunde die man zu früh oder zu spät dort ankommt Punkte kostet. Unser Team hat eine auf die knapp 40 km eine Zeitdifferenz von 5 Sekunden. Nur 1 Team war mit 3 Sekunden noch besser und ein zweites Team hatte auch 5 Sekunden. Vom TP2 aus konnten die Piloten eine freie Strecke wählen und diese mit selbst gewählter Geschwindigkeit bewältigen. Der am weitesten entfernte angeflogene Punkt bringt die beste Wertung. Zudem fließt in die Wertung aber auch noch die Geschwindigkeit auf der Speedstrecke ein. Bei dieser Aufgabe können wir im Gegensatz zu gestern nochmal richtig gut punkten. Am Abend hängen schon die Wertungen aus und die letzten Complaints und Proteste werden von der Jury abgearbeitet. Um 21 h werden in einem kurzen Zusammentreffen die Tagessieger geehrt und dann gibt’s Live-Musik. Die 2-Mann-Band spielt richtig gute Musik und die Tanzfläche ist gut gefüllt. Die Siegerehrung ist für morgen 12 Uhr angesetzt. Am Nachmittag soll eine Schlechtwetterfront kommen, die wieder starke Böen mitbringen soll. Mal schauen, was der Samstag also bringt. 


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Donnerstag, 17.08.2017

Der Donnerstag bringt uns eine Thermikaufgabe - natürlich mit limited fuel. Einsitzer bekommen 8 kg, Doppelsitzer 12 kg und Tragschrauber 12 kg Sprit. Es ist ein Rechteck zu fliegen, davon eine Seite im „fast“ – also so schnell wie möglich – diese Seite ist von der Streckenlänge und auch vom Kurs frei wählbar. Die drei anderen Seiten können dann im econonmy mode geflogen werden. Für die Speed-Wertung bekommt man 300 Punkte und für die Flächenwertung des Rechtecks maximal 700 Punkte. Der für Vormittag angesetzte Start wird kurzfristig verschoben, da wegen einer Nato-Übung der Luftraum für uns gesperrt ist. Das „open window“ verschiebt sich auf 14-17 Uhr. Rückkehr am Flugplatz ist spätestens um 20:00 h erlaubt. Alles danach gibt 0 Punkte. Nach der Landung muss jeder Flieger aus eigener Motorkraft durch einen 100 m langen Korridor fahren können. Wie immer bei einer Thermikaufgabe ist taktieren wichtig. Hier mit der unterschiedlichen Wertung von Speed und Fläche ist das sehr interessant. Fliege ich schnell und dafür eine kleinere Fläche oder fliege ich etwas langsamer kann dafür aber eine größere Fläche abfliegen. Der Wind wird nahezu minütlich gecheckt. Um 14:40 h geht der erste Dreiachser an den Start. Ab diesem Moment steht die Quarantäne-Area unter ständigere Beobachtung durch die Teams. Wer startet als nächstes? Wo ist Thermik? In welche Richtung fliegen die anderen? Manche sitzen die Sache unbeirrt aus und bleiben bei ihrem ursprünglichen Plan. Wichtig ist auf alle Fälle, den Startpunkt anzufliegen, da erst ab dort die Wertung läuft. Bei der Rückkehr gibt es keinen Final Point, es muss nur auf dem Landedeck gelandet werden. Manch einer landet sanft ein. Motor aus. Dann schieben zum 100 m Korridor. Dort wird der Motor nochmals angelassen und der Flieger rollt durch die Markierungen. Eventuelle Außenlandungen werden ebenfalls mit 0 Punkten bewertet. Am Abend hängen schon die Wertungen aus inkl. der erreichten Geschwindigkeiten. Bei den Doppelsitzer-Trikes war auf dem Speedleg die Höchstgeschwindigkeit 148, 41 km/h, bei den Tragschraubern 162 km/h und bei den Dreiachsern erreichte der ukrainische Pilot mit 235 km/h wieder den Topwert.  


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Mittwoch, 16.08.2017

Die heutige Navigationsaufgabe war ein echtes Highlight und auch etwas Besonderes in der internationalen Wettbewerbsgeschichte. Der Kurs ging über 3 Länder hinweg - Ungarn, Slowenien und Kroatien. Und die Piloten absolvierten mit einem Start und einer Landung gleich mehrere Aufgaben hintereinander.

Der insgesamt ca. 200 km lange Kurs war teilweise bekannt und musste teilweise im Flug „erarbeitet“ werden. Aufgrund der sehr anspruchsvollen Aufgabe und insgesamt 20 ausgegebenen Bildern wurde die Planning time in der Quarantäne mit 1 Stunde angesetzt. Die Herausforderung war hier schon mal, wie man 2x10 Bilder an einem offenen Trike anbringt und diese Konstruktion auch noch gute 2 Stunden dem Fahrtwind trotzt. Der Ablauf der Aufgabe war, Start im 100 m-Feld, was wieder zur abschließenden Ziellandung zählt. Dann Abfliegen eines eingezeichneten Kreisbogens, auf dem 10 Bilder (erster Bogen) liegen. Nur Bilder, keine Wendepunkte. Jetzt der Kniff in der Aufgabe: 4 dieser eingezeichneten Bilder konnten mit einem Lineal zu 2 sich schneidenden Tangenten verbunden werden. Das Einzeichnen erfolgt während dem Weiterflug. Der Schnittpunkt der beiden Tangenten musste nun überflogen werden. Ab da ging es zu einem bekannten Flugplatz. Wer die Tangenten aufgrund fehlender Bilder nicht einzeichnen konnte, flog direkt zum Flugplatz, allerdings mit Punktabzug. Der Kreisbogen liegt auf ungarischem Gebiet. Der anzufliegende bekannte Flugplatz liegt in Slowenien. Auf der Landebahn des slowenischen Flugplatzes sind 6 m-Decks aufgezeichnet. Jetzt heißt es kurz Durchschnaufen. Konzentration. Sauberer Anflug und touch and go möglichst in einem der aufgezeichneten Felder. Das Touch and go wird als eigene Aufgabe gewertet. Sobald der Flieger wieder abhebt, startet die nächste Aufgabe. Der zweite Bilderbogen ist nun gültig und der Kurs führt die Wettbewerbsteilnehmer nach Kroatien. Auf der Karte sind dafür bereits 3 vorgegebene Geraden eingezeichnet. Die Enden der Geraden sind jeweils Wendepunkte (gesamt 2 Stück), so dass am Ende einer jeden Geraden auf direktem Wege zur nächsten Geraden gewechselt werden muss. Auf den drei Geraden sind insgesamt 10 Bilder versteckt, die es zu finden gilt. Bei der Rückkehr zum Flugplatz Nagykanizsa reihen sich die Flieger ein, um ihre Ziellandung abzuschließen. Dieses Mal wieder mit Motor. Die Piloten sind sehr diszipliniert und so landen die Flieger im Minutentakt ein und rollen in die Quarantäne. Das ist schon eine tolle Leistung des Wettkampf-Direktors mit Team, letztendlich mit einem Flug für die Piloten 4 Aufgabenwertungen zu erreichen. Während wir auf das nächste Briefing warten, packt unser zweites deutsches Trike-Doppelsitzer-Team Krüger-Sprengel/Hou zusammen. Für sie ist nach der gestrigen Ziellandung leider Schluss. Es fehlen die Ersatzteile, um den Flieger hier im Camp wieder flugtauglich zu machen. So startet um 18 h bei der Fun-Aufgabe für Deutschland nur unser Team. Nach einer Einweisung in das Handling einer Druckluftpistole, geht’s an den Start. Auf der Landebahn sind 3 große Ballons aufgebaut, jeweils mit 100 m Abstand. Die Landebahn ist zu überfliegen und der Co-Pilot schießt auf die Ballons. Ziel ist es, die Ballons zum Platzen zu bringen, was jedoch nicht so häufig passiert. Nach dem Parcours geht es sofort in einer Schleife zurück zum Platz. Die Aufgabe dauert nur wenige Minuten pro Team und begeistert dank Action und Kurzweile die große Anzahl der Besucher. Am Abend hängen weitere Ergebnisse aus. Unser Team Wyklicky/Harsch erfliegt sich mit einer Leistung von 19 gefundenen Bildern den Sieg in der Navigationsaufgabe mit 1.000 Punkten. Der Tagessieg in der Doppelsitzer-Trike-Klasse geht jedoch aufgrund einer perfekten Ziellandung an das französische Frauenteam. Der Tagessieger jeder Klasse wird jeden Abend um 21 h mit einer Flasche Wein geehrt.


 

Dienstag, 15.08.2017

Der heutige Tag bringt wieder 2 Navigationsaufgaben mit anschließender Ziellandung. Übrigens dürfen beim aktuellen Ablauf hier am Platz weder Zuschauer noch andere Teams oder Teamleader an den Ziellandefeldern stehen. Bei der ersten Navigationsaufgabe werden 2 Bildersätze á 8 Stück ausgegeben. Die ersten 8 Bilder müssen während dem Flug getauscht werden. Das ist in einem windgeschützten Dreiachser sicher easy zu händeln. In einem offenen Trike wird das schon ziemlich schwierig; für einen einsitzigen Trikepiloten eine echte Herausforderung. Die heutige Navigation ist eine vorgegebene Schlangenlinie mit Endpunkt Flugplatz Zalaegerszeg. Auf 5 der insgesamt 8 ausgegebenen Bildern sind verschiedene Gradzahlen aufgedruckt. Auf dem Kurs müssen nun diese Bilder gesucht werden. Die 3 normalen Bilder werden "einfach" in der Karte eingetragen. Sofern eine Gradzahl angegeben ist, muss die Gradzahl während des Weiterfluges in die Karte eingetragen und dieser neue Kurs eingeschlagen werden bis das nächste Foto kommt. Dann muss mit dem gleichen Prozedere weiterverfahren werden, bis man nach einem Zickzackkurs am bekannten Flugplatz ankommt. Nach einer normalen Decklandung heißt es einparken, ggf. auftanken, Flugzeug verzurren und ein Sandwich schnappen. Natürlich wird so eine Pause immer genutzt, um die Maschine zu checken. Und so kam es, dass es noch richtig Action für uns gab. Denn gegen 13:00 h erhalten wir von unserem Team einen Anruf. Sie sind auf dem Zwischenlandeplatz Zalaegerszeg angekommen. So wie alle anderen Wettbewerbsteilnehmer auch. Allerdings muss der Keilriemen am Eagletrike dringend getauscht werden. Das Ersatzteil und das Werkzeug liegen im Camp. Bingo. Ok, alles zusammenpacken und zum Flugplatz Zalaegerszeg fahren. Mit dem Auto soll das ca. 1 Stunde dauern. Die Planning time startet 14:22 h. Ist das machbar? Ja. Obwohl, wird sauknapp. Wir fragen nach und erfahren, dass der Platz von hier aus mit dem Auto in ca. 1,5 Stunden erreichbar ist. Shit. Das schaffen wir nicht. Da treffen wir auf unsere Bekanntschaft von heute Vormittag. Norbert, der österreichische Gyro-Pilot ist gerade am Auftanken und will zurück zu seinem Heimatflugplatz. Wir sprechen mit ihm und er bietet uns sofort an, das Ersatzteil nach Zalaegerszeg rüber zu fliegen. „Das ist doch Ehrensache“, sagt Norbert und löst die Verzurrung an den Rotorblättern. Nach ein paar kurzen Abschiedsworten und einem herzlichen Danke startet er seinen Motor und rollt mit seinem knallgelben Gyro auf die Startbahn. Rotor vorrotieren und los geht’s. Sanft hebt der Gyro ab, dreht 180 Grad und kommt im Überflug über die Landebahn zurück. Ein kurzes Winken und der Gyro schraubt sich in den Himmel. Keine 30 Minuten später können unsere Jungs den Keilriemen schon einbauen. Wir sind noch ganz begeistert von dieser tollen Hilfe. Norbert, you made our day! Aufgrund der notwenigen Tauschaktion startet unser Team in der Nachmittagsaufgabe dann als letztes vom Flugplatz Zalaegerszeg. Dieser Kurs schlängelt sich ein gutes Stück am Ufer des Balaton entlang. Es sind wieder 8 Bilder zu suchen. Auf einer ca. 140 km langen Strecke. Zum Abschluss der Aufgabe und des Tages steht noch eine Ziellandung ohne Motor mit Stopp im 100 m- Feld an.


Montag, 14.08.2017

Let the competition begin......Heute früh hört man aus allen Ecken des Camps vertrautes Motorengeräusch und die Flieger rollen einer nach dem anderen zum Quarantänedeck. Der Wettbewerb geht endlich los. Ab 8 Uhr bekommt alle 2 Minuten ein Team ihre Aufgaben- und Bildersätze und eine Planning time von 40 Minuten, um direkt in der Quarantänezone diese Aufgabe vorzubereiten. Dann geht es im 2-Minuten-Takt aus dem 100 m-Feld und sofort zum Startpoint, den man 5 Minuten nach Start überflogen haben muss. Die Aufgabe besteht aus zwei Kreisen mit einem bekannten sowie einem unbekannten Track. Die Bilder sind Wendepunkte und zeigen den Wechsel auf den jeweils anderen Kreis an. Vom Ablauf der Aufgabe für unser Team erfahrungsgemäß gut machbar. In der Quarantäne wurden Viktor und Sven dann etwas stutzig, weil der Kurs mitten durch eine TIC geht. Na, noch ist möglich, dass ein Wendepunkt vor der Kontrollzone einen Wechsel auf den anderen Kreis erfordert. Also auf zum Start. Im Flug läuft es anfangs sehr gut für unser Team. Dann geht es direkt auf die Kontrollzone zu und ein Trike vor ihnen fliegt direkt in die Kontrollzone ein. Was macht der? Unser Team rätselt und entscheidet. Nachdem sie keine Freigabe dafür haben, hält sich unser Team an die internationalen Luftfahrtregeln, dreht ab und schleift nach der Kontrollzone wieder in den vorgegebenen Kurs ein. Nach der anschließenden Ziellandung werden direkt an der Quarantänezone die Logger ausgelesen und alle Bilder kontrolliert. Jedes Team bekommt einen Ausdruck seiner Wertung in die Hand gedrückt. Das ist echt eine feine Sache. Dafür Daumen hoch an den Wettkampfleiter Vince für diese Innovation. Allerdings wird unserem Team bei der Live-Auswertung schnell klar, dass uns die absolut entscheidende Information für diese Aufgabe fehlte: Das Außer-Kraft-Setzen der Kontrollzone an diesem Vormittag für genau diese Wettbewerbsaufgabe. Alle Teilnehmer hatten die Erlaubnis einzufliegen. Das zweite deutsche Team Krüger-Sprengel/Hou hatte die Information rechtzeitig erhalten und konnte für diesen Task wichtige 554 Punkte erfliegen. Wir haken diese Aufgabe mit wirklich bitteren 171 Punkten als Rundflug ab.

Die zweite Navigationsaufgabe startet ab 14 Uhr. Eingezeichnet ist wieder eine Freihandlinie, auf der 8 Bilder zu finden sind. Am Ende dieser Linie ging es am vorgegebenen Wendepunkt auf eine 16 km lange Gerade, die so schnell wie möglich abgeflogen werden musste. Bei einem weiteren Wendepunkt ging es auf eine weitere Gerade, die 16 km an einer Bahnlinie entlang ging. Dieses Stück der Strecke musste nun so langsam wie möglich geflogen werden. Die Aufgabe fast-slow ist eigentlich eher eine klassische Paramotor-Wettbewerbsaufgabe und für uns in dieser Variante wirklich neu. Den Piloten hat es wohl ziemlich Spaß gemacht. Der schnellste Trikeflieger kommt aus Russland und erreichte in der Spitze eine Geschwindigkeit von 154,7 km/h. Der langsamste Triker hatte 72 km/h auf dem Tacho. Bei den Dreiachsern erreichte der ukrainische Pilot eine beeindruckende Topgeschwindigkeit von 214 km/h. Bei Rückkehr zum Flugplatz Nagykanizsa erfolgte eine Ziellandung ohne Motor. Hier gab es einige Nuller. Übrigens muss bei jeder Aufgabe eine Groundspeed angegeben werden. Diese wird durch verschiedene unbekannte Zeittore überprüft. Als eine weitere Neuerung wird jeden Tag um 21 h im Flugplatzbistro der Tagessieger gekürt. 


Sonntag, 13.08.2017

Die für heute angesetzte Fun Task wird aufgrund des teilweise sehr böigen Windes abgesagt. Dafür gibt es ein längeres Briefing, in dem die 4 Aufgaben gebrieft werden, die morgen geflogen werden. Die Quarantäne beginnt bereits vor 8 Uhr früh. Am Vormittag gibt es eine ca. 180 km lange Navigationsstrecke mit 10 Bildern. Die Bilder werden wie üblich erst in der Quarantäne verteilt. Zum Abschluss der Aufgabe folgt eine Ziellandung mit Motor. Am Nachmittag eine weitere Navigation mit ca. 120 km Streckenlänge und anschließender Ziellandung ohne Motor. Eine Neuerung ist hierbei, dass der Start zur Navigationsaufgabe als Start der Ziellandung gilt. Wer also beim Start das 100 m-Feld nicht schafft, der bekommt Abzüge bei der Ziellandeaufgabe und nicht bei der folgenden Navigationsaufgabe. Das finde ich persönlich wirklich mal eine gute Neuerung, da es m.E. nach in keinem Verhältnis steht, wegen einem verpatzten 100 m-Start eine 20%-ige Punktestrafe auf eine Navigationsaufgabe zu kassieren. Mit Sunset kommt das französische Frauen-Team aus Deutschland zurück. Und zwar mit positiven Nachrichten - es geht weiter für sie, was uns sehr freut. Das Ersatzteil ist aus Paris unterwegs und so heißt es heute Nacht eifrig schrauben und reparieren. Auch in den Camps der Tschechen und Engländer gehen die Flutlichter an und es heißt mit voller Kraft die Flugzeuge bis morgen Früh wieder fit zu kriegen. Als sich am Nachthimmel ein orange-farbiger Halbmond zeigt und eine unfassbar schöne und klare Milchstraße den Horizont von Süd nach Nord überspannt, hört man noch immer Stimmen, emsiges Treiben und Hämmern.


Samstag, 12.08.2017

Etwas verspätet startet heute unser Live-Bericht von der EM in Ungarn. Der Sturm, der Donnerstagnacht mit heftiger Gewalt über das Camp hereinbrach, beschäftigt die Nationen heute und sicher auch morgen noch. Er wurden 7 Flugzeuge beschädigt. Zwei sind leider nicht mehr zu reparieren. Damit die Teams genug Zeit haben, Ersatzteile zu beschaffen und notwendige Reparaturen durchführen zu können, entschied die Wettbewerbsleitung, dass am Samstag und Sonntag keine Wettkampfaufgaben geflogen werden. Es gab auch so genug für die Leute vom Platz zu tun, denn auch die hiesigen Gebäude wurden beschädigt. Heute fand auch das „general briefing“ statt. Der anstehende Wettkampf verspricht ein paar Neuerungen zu bringen, z.B. soll jeden Abend ein Tagessieger gekürt werden. Mehr dazu sicher in den kommenden Tagen.

Um 17:15 h ging es mit dem Bus ins Stadtzentrum von Nagykanizsa. Dort zogen die Nationen mit musikalischer Begleitung auf dem Marktplatz ein, es gab eine Tanzvorführung und die offiziellen Eröffnungsworte wurden gesprochen. Das deutsche Team entschied sich dafür, dass ein Teil zur Eröffnung geht und ein Teil im Camp bleibt, damit bei einem erneuten Wetterumschwung jemand die Flieger sichern kann. Um 18 h waren alle wieder zurück und es gab am Flugplatz ein gemeinsames Dinner – Gulasch und Bier. 


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